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Schweiz
30.11.2025
30.11.2025 15:28 Uhr

Riesen-Debakel für Juso

Bleibt mit ihrem radikalen Vorstoss chancenlos: Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann (Mitte) mit ihren Mitgenossinnen.
Bleibt mit ihrem radikalen Vorstoss chancenlos: Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann (Mitte) mit ihren Mitgenossinnen. Bild: Keystone SDA
Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Juso-Initiative für eine Erbschaftssteuer für Superreiche deutlich abgelehnt. Rund 79 Prozent sagen «Nein».

Auch die Initiative für einen verpflichtenden «Service Citoyen» wird vom Stimmvolk klar bachab geschickt.

Klare Abfuhr für die Juso

Rund 79 Prozent der Stimmenden sagen Nein zur Juso-Erbschaftssteuer, die alle Vermögen über 50 Millionen Franken mit 50 Prozent besteuern sollte. Das Geld hätte dem Klimaschutz zugutekommen sollen. Die Initiative sorgte monatelang für Schlagzeilen, Superreiche wie Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler drohten mit Wegzug – die Wählerinnen und Wähler zeigten sich davon unbeeindruckt.

«Service Citoyen» chancenlos

Noch deutlicher fällt die Ablehnung der zweiten Vorlage aus: Der vorgeschlagene «Service Citoyen», bei dem alle Schweizerinnen und Schweizer einen Dienst für die Allgemeinheit leisten sollen, wird von rund 84 Prozent der Bevölkerung abgelehnt. Die Idee, den Pflichtdienst auf freiwillige Einsätze im Umwelt- oder Sozialbereich auszuweiten, fand kaum Anklang.

Zu radikale Vorschläge

Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger setzen auf Kontinuität und lehnen die radikalen Vorschläge deutlich ab. Für die Initianten ist das ein herber Rückschlag – insbesondere für die Juso, die mit ihrer Erbschaftssteuer-Initiative ein politisches Signal setzen wollte. 
 

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