Mit dem Projekt Switzerland 2038 bewirbt sich die Schweiz um die olympischen und paralympischen Winterspiele. Anders als frühere Kandidaturen sollen die Wettkämpfe landesweit verteilt stattfinden – von den Alpen bis in die Städte.
Zürich übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Olympisches Eishockey ist in der Limmatstadt geplant, ergänzt durch Spiele in Zug und Lugano.
Keine Defizitgarantie
Das Budget für die Spiele beträgt 2,2 Milliarden Franken, wovon 82 Prozent privat finanziert werden sollen. Neue Sportstätten sind kaum vorgesehen, öffentliche Defizitgarantien explizit nicht. Für Zürich bedeutet das internationale Sichtbarkeit ohne grosse finanzielle Risiken.
Rasche Entscheidung gefragt
Politisch steht das Projekt unter Zeitdruck. Der Bundesrat und das Parlament müssen rasch entscheiden, damit die Kandidatur beim IOK eingereicht werden kann.
Abstimmungen als Stolperstein
Die grösste Unsicherheit bleibt jedoch das Volk: In einzelnen Kantonen könnten Referenden ergriffen werden. Frühere Nein-Entscheide – etwa in Graubünden – wirken nach. Auch wenn Abstimmungen erst nach einem IOK-Zuschlag geplant wären, könnten sie das Projekt entscheidend gefährden.
Bisher fanden zweimal olympische Winterspiele in der Schweiz statt - 1928 und 1948 jeweils in St. Moritz.