Damit liegt der Anteil deutlich über dem der Ausländer an der Wohnbevölkerung, wie die Stadt Zürich am Freitag mitteilte. 32 Prozent der Bevölkerung sind Ausländer. Einen überdurchschnittlich hohen Anteil machen Menschen mit ausländischer Herkunft auch bei den Zuzügern aus - 60 Prozent.
Junge Erwachsene betroffen
Fast ein Drittel der Wegziehenden gehört zum Viertel der Stadtbevölkerung mit dem höchsten Einkommen, heisst es weiter. 58 Prozent haben ein Einkommen in der oberen Hälfte. 65 Prozent gehören zur Altersgruppe der 20 bis 39-Jährigen. In der Gesamtbevölkerung macht deren Anteil nur 38 Prozent aus.
Familien bleiben häufiger
Familien ziehen deutlich weniger weg als Paare oder Alleinstehende. 67 Prozent lebten alleine, in Wohngemeinschaften oder Zweipersonenhaushalten. Nur 28 Prozent waren Familien, vier Prozent Ein-Eltern-Haushalte. Hingegen war die Zahl der in der Stadt Umziehenden bei den Familien gross, mit 39 Prozent.
Auffällig ist die kurze Aufenthaltsdauer vieler Zugezogener. 77 Prozent waren weniger als fünf Jahre in Zürich, 33 Prozent gar weniger als ein Jahr. Mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung lebt schon über fünf Jahre in der aktuellen Wohnung.
Leerkündigungen selten
Erhoben wurde auch der Wegzug oder Umzug wegen baulicher Veränderung, Stichwort Leerkündigung. Bis 2022 sieht die Stadt Zürich hier keine Zunahme. Durchschnittlich waren vier Prozent der Wegzüger und drei Prozent der Umzüger von baulichen Veränderungen betroffen. Das waren jährlich rund 3000 Personen, weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung.
Seit 1998 befragt die Stadtentwicklung Zürich in regelmässigen Abständen Personen, die in die Stadt Zürich kommen oder wegziehen. Die Analyse ist eine Ergänzung zur Befragung, die im Mai veröffentlicht wird. Es handelt sich um eine Vollerhebung der wegziehenden Bevölkerung während der Jahre 2013 bis 2022.