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Zürich West
05.10.2022
04.10.2022 22:13 Uhr

Im Alter nicht alleine bleiben

Gemeinsame Ausflüge fördern den sozialen Austausch.
Gemeinsame Ausflüge fördern den sozialen Austausch. Bild: Lisa Maire
Das Panel für ein altersfreundliches Albisrieden ist eine Initiative des Seniorenrats Zürich. Ziel des Panels ist es, die Angebote für älterer Menschen im Quartier zu fördern und so der Einsamkeit im Alter vorzubeugen.

Eine Tendenz zu sozialer Isolation zeigt sich häufig aufgrund einer Konzentration der Sozialbeziehungen auf wenige Bezugspersonen. Von Einsamkeit betroffen sind gemäss Untersuchungen vor allem ältere Personen ohne Familienmitglieder. Diese Personen sind besonders stark auf ausserfamiliale Kontakte und Unterstützungsnetzwerke angewiesen.

Der Seniorenrat Albisrieden nahm sich ab Januar 2022 dem Thema «Einsamkeit im Alter» an. Die Relevanz des Themas spiegelte sich darin, dass das Alterspanel durch neue gut vernetzte freiwillige Fachleute ergänzt werden konnte. Aufgrund von Interviews mit Fachpersonen und Recherchen empfiehlt es die gezielte Einrichtung und Förderung von Angeboten und Aktivitäten für die Gruppe der älteren Menschen im Quartier, um dem Phänomen Einsamkeit und dem damit verbundenem Rückzug entgegenzuwirken.

Mehrwert erreicht

Durch eine zunehmende Beteiligung möglichst vieler Bewohnerinnen  und Bewohner im Quartier kann ein Mehrwert im Hinblick auf den Erhalt der ­kognitiven Fähigkeiten und Förderung der Mobilität erreicht werden. Das ­Alterspanel Albisrieden hält folgende Aktivitäten und Angebote für geeignet, um der Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken:

– weitere spezifische Angebote für ältere Bewohnerinnen und Bewohner oder auch altersübergreifende Angebote, um der Vereinsamung entgegenzuwirken;

– in Gang setzen von quartierungebundenen Angeboten mit Fokus gegen Vereinsamung beispielsweise malreden.ch, zämegolaufe.ch, Stiftung Gemeinsam im Alter, Langtische;

– Kulturelle Vielfalt sollte positiv eingesetzt werden, Sprachbarrieren sind zu berücksichtigen;

– im zweiten Panelbericht wird an der Empfehlung zur Implementierung einer Quartierassistenz festgehalten, um ein aufsuchendes Kontakt- und Beratungsangebot im Quartier einzurichten, Aktivitäten zu initiieren und ältere Einwohnerinnen und Einwohner zur Teilnahme zu motivieren.

Durch die Einrichtung der Quartierassistenz können Informationen niederschwellig und unbürokratisch ­angeboten und Berührungsängste abgebaut werden. Sie leistet aufsuchende Arbeit und ­begegnet Einsamkeits­betroffenen in ­ihrem Zuhause. Durch ihre vernetzte Arbeitsweise kann ­zielgerichtete ­Fachhilfe ermöglicht werden. Studien ­zeigten, dass die verschiedenen An­bieterinnen und Anbieter sowie Or­ganisationen besser miteinander ­kooperieren müssen und dass es eine Koordinationsstelle der An­gebote braucht, um den Zugang für ältere Menschen zu erleichtern.

(pd.)
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