Der 50-Jährige wurde im Lötschental von einer Lawine mitgerissen und tödlich verletzt. Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Wallis ereignete sich der Unfall am Sonntag, 11. Januar, kurz nach 12.15 Uhr. Der Snowboarder, wie sich später herausstellte Kestenholz, und ein Skifahrer befanden sich in der Ostflanke des «Hockuchriz» oberhalb des Lötschentals, als sich auf rund 2400 Metern Höhe aus bislang ungeklärten Gründen eine Lawine löste.
Skifahrer hatte Glück
Kestenholz wurde erfasst und verschüttet, der Skifahrer konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen.
Grosse Rettungsaktion
Der Verschüttete wurde von Begleitpersonen und Einsatzkräften der kantonalen Walliser Rettungsorganisation gesucht und geborgen. Dabei standen auch drei Helikopter der Air Zermatt im Einsatz. Der schwer verletzte Kestenholz wurde zunächst ins Spital Visp und anschliessend ins Spital Sitten geflogen.
Tod im Spital bestätigt
Trotz aller Bemühungen erlag der 50-jährige Schweizer später seinen Verletzungen. Aus dem Freundeskreis wurde bestätigt, dass es sich beim Verstorbenen um Ueli Kestenholz handelt. Der Berner galt als einer der bekanntesten Schweizer Snowboarder und prägte die Szene über viele Jahre.
Olympiamedaillen-Gewinner
Kestenholz gehörte zur ersten Generation der Schweizer Wettkampfsnowboarder. 1998 gewann er bei der ersten Olympia-Austragung im japanischen Nagano Bronze im Parallel-Riesenslalom. Erfolgreich war er auch an den Weltmeisterschaften, wo er 1995 ebenfalls Bronze und 1999 Silber holte.
Die genauen Umstände des Lawinenabgangs werden derzeit untersucht.