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Kanton Zürich
01.01.2026

Die Grippe wütet

Ungewöhnlich viele Menschen erlebten den Jahreswechsel mit Grippesymptomen.
Ungewöhnlich viele Menschen erlebten den Jahreswechsel mit Grippesymptomen. Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Die Grippewelle hat den Kanton Zürich dieses Jahrstark erfasst. Über die Festtage werden in Zürcher Spitälern mehr als hundert Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung stationär behandelt.

In der Schweiz und Liechtenstein wurden in der vergangenen Woche 2900 laborbestätigte Grippefälle registriert – über 20 Prozent mehr als in der Vorwoche und rund 50 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. In absoluten Zahlen ist der Kanton Zürich am stärksten betroffen: Per 28. Dezember wurden 452 Fälle gemeldet.

Spitäler stark gefordert

Die steigenden Zahlen zeigen sich auch in den Zürcher Spitälern. Am Universitätsspital Zürich (USZ) werden derzeit 27 Grippepatientinnen und -patienten stationär betreut – rund zweieinhalbmal mehr als vor einem Jahr. In den Stadtspitälern Waid und Triemli sind es rund 40, im Spital Männedorf 17 und im Spital Uster 13.

Ein Grund für die hohe Belastung: Die Grippewelle hat rund drei Wochen früher begonnen als üblich. Ob die Krankheitsverläufe schwerer sind als in anderen Jahren, lässt sich noch nicht abschliessend sagen.

Maskenpflicht bleibt Ausnahme

Während das Universitätsspital Basel eine generelle Maskenpflicht eingeführt hat, verzichten die meisten Zürcher Spitäler bislang darauf. Eine Ausnahme bildet das Spital Uster, wo auf der Notfallstation Masken getragen werden müssen. Die Situation werde laufend überprüft, heisst es von den Spitälern.

Impfung weiterhin empfohlen

Fachpersonen empfehlen die Grippeimpfung weiterhin, insbesondere für Menschen aus Risikogruppen. Auch jetzt sei eine Impfung noch sinnvoll. Bei schweren Symptomen wie Atemnot oder sehr hohem Fieber sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Covid-19 rückläufig

Neben der Grippe breitet sich derzeit auch das RSV-Virus aus, das vor allem für Kleinkinder und Risikopersonen gefährlich sein kann. Die Covid-19-Welle hingegen hat ihren Höhepunkt bereits überschritten, die Fallzahlen liegen unter jenen der Grippe.

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